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Mechanische Verhütungsmittel

Diese Methoden bewirken, dass die männlichen Samen nicht in die Frau, bzw. nicht in die Gebärmutter gelangen.

Kondome
Vorteil: sie schützen nicht nur vor Schwangerschaften, sondern auch vor Krankheiten. Und man muss sie nur nehmen, wenn man sie braucht. Es ist wahr, dass in Japan erst in den letzten 2 Jahren vor der Jahrtausendwende die Pille erlaubt wurde. Argument des Staates: je mehr Frauen die Pille nehmen, desto weniger Kondome werden verwendet und für desto mehr (Geschlechts)krankheiten muss das Gesundheitswesen aufkommen.

Scheidendiaphragma
Es muss vor dem Verkehr in die Scheide eingeführt werden, ist aber nur wirklich sicher, wenn es mit einer spermiziden Creme bestrichen wird. (Diese tötet die Samen bzw. behindert sie in ihrer Beweglichkeit). Besonders für Frauen, die schon Kinder haben( weil bei einer weiteren Scheide das Diaphragma leichter eingesetzt werden kann) und, oder besonders geschickt und anatomisch interessiert sind.
Vorteil: die Verhütung liegt völlig in der Hand der Frau
Nachteil: die Produktion der spermiziden Creme ist eingestellt worden, wodurch die Methode nicht mehr verwendet werden kann.

Portiokappe
Es sind Gummi oder Plastikkappen, die über den Gebärmutterhals gestülpt werden. Es gibt davon verschiedene Arten, solche, die der Arzt einsetzt und die jeweils bis zur nächsten Blutung belassen werden und auch solche, welche die Frau selbst einsetzen kann und die etwa für eine Nacht oder ein Wochenende bleiben. Da die Manipulation entweder einen Arzt oder große Geschicklichkeit braucht, ist sie nur wenig verbreitet.

Femidom
Das Kondom für die Frau ist im Prinzip ein Plastiksackerl, bei dem ein kleiner Ring am geschlossenen Ende und ein etwas größerer Ring am offenen Ende integriert sind. Das Sackerl wird in die Scheide gesteckt, der große Ring am offenen Ende verhindert, dass es beim Verkehr zur Gänze in die Scheide hineingeschoben wird. Das Femidom hat sich nicht durchgesetzt.

Spiralen
Die Spirale ist ein meist T-förmiger Kunststoffkörper, der in der Gebärmutter liegt. Es gibt Spiralen, die nur aus Kunststoff bestehen und fast ausschließlich mechanisch wirken, d.h. sie verhindern die Einnistung eines befruchteten Eis.

In Europa werden aber meist Kupferspiralen verwendet; bei denen ist der Spiralenkörper mit einem Faden aus Kupfer oder einer Kupfer-Silbermischung umwickelt. Durch diese Metalle werden die Samen in ihrer Beweglichkeit behindert, was einerseits die Sicherheit erhöht, andererseits die Methode ethisch hochwertiger werden lässt, da es auf diese Weise meist nicht zu einer Befruchtung kommt. Dadurch wird die Spirale zu einem Verhütungsmittel, während die reine Kunststoffspirale als Abortivum angesehen werden muss.

Nachteil
Den bis hier erwähnten Spiralen ist gemeinsam, dass sie bei den meisten Frauen zu einer verstärkten und oft auch verlängerten Blutung führen. Frauen mit Buntmetallallergie rate ich von diesen Methoden ab.

Vorteil
Für Frauen, die Hormone nicht gut vertragen oder Angst davor haben, sind die Spiralen eine relativ sichere Methode. Die Hormonspirale wirkt zwar auch mechanisch, vor allem aber hormonell und wird deshalb bei der nächsten Gruppe behandelt.

Weitere Verhütungsmethoden: Verhütung ohne künstliche Hilfsmittel