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Die Pille

Sie leitete die sexuelle Revolution ein!
  
Sexualität und Fortpflanzung wurden voneinander getrennt, wodurch eine nie dagewesene sexuelle Freiheit entstand
Geboren wurde sie am 15.Oktober 1951 in einem Laboratorium in Mexico City von Carl Djerassi, einem begnadeten Chemiker, der sich in seiner Autobiographie selbst als „Mutter der Pille“ bezeichnet. Inzwischen ist die Pille über 50 Jahre alt geworden; es zeigen sich Falten auf ihrem Antlitz und sie muss feststellen, dass jüngere und teilweise attraktivere Mittel auf den Markt drängen und sie schaut gerne auf die Zeit ihrer Jugend und der sexuellen Befreiung zurück.

Die heutigen Pillen sind leichter als die Urpille; was sich nicht geändert hat, ist der Umstand, dass sie regelmäßig eingenommen werden sollen. Was sie nicht kann, ist allen Wünschen Ihrer Benützerinnen gerecht zu werden: bitte eine Pille, von der man nicht dick wird oder ich möchte die gleiche Pille, wie meine Freundin, die hat so einen tollen Busen bekommen... es gibt noch mehr solcher Originalzitate.

Die Pille ist ein Verhütungsmittel und kein Schönheitschirurg und sie wirkt, indem ihre eigene Chemie mit der Chemie der Pillenanwenderin zusammenspielt, was bei richtiger Einnahme zur Unterdrückung des Eisprungs führt.
Mit Ausnahme der Minipille, die nur ein Gestagen enthält, bestehen die verschiedenen Pillen aus einem Gemisch aus einem Östrogen ( Hormon der ersten Zyklushälfte ) und einem Gestagen ( Hormon der zweiten Zyklusälfte)

Pillenarten:
Bei den heute üblichen Pillen ist das Östrogen immer Ethinylestradiol. Dieses wird mit verschiedenen Gestagenen gemischt, sodass die Pillen einerseits nach dem enthaltenen Gestagen andererseits nach der Höhe der Östrogendosis unterschieden werden können. Eine weitere Art der Unterscheidung ist nach der Zeitlichen Aufteilung der Hormonmischung:

  • Einphasenpillen Jeden Tag die gleiche Mischung aus Östrogenen und Gestagenen
  • Zweiphasenpillen In der zweiten Phase ist die Dosis etwas höher, was eine gute Hilfe gegen Zwischenblutungen ist.
  • Dreiphasenpille hier ahmt der Hormonspiegel am meisten den natürlichen Zyklus nach.
  • Minipille besteht nur aus einem Gestagen; keine Eisprungunterdrückung, wirkt durch Veränderung des Gebärmutterhalsschleimes; macht ihn für Samen undurchdringbar.
    In den letzten Jahren wurden zumindest 2 neue Gestagene gefunden und als Pillenbestandteil eingesetzt. Die dadurch entstandenen neuen Pillen werden tatsächlich besser vertragen als die älteren Modelle.

Vorteile der Pille:
Leicht einzunehmen,
die älteren Pillen sind billig,
man kann monatlich aufhören, sie einzunehmen

Nachteile der Pille:
Sie muss über Magen und Dünndarm aufgenommen und über die Leber abgebaut werden. Dadurch steigt der Blutspiegel in den Stunden nach der Einnahme und danach sinkt er wieder. Manche Frauen reagieren sehr empfindlich auf diese Hormonschwankungen. Für Frauen, die öfter Durchfall haben oder erbrechen, ist die Pille nicht geeignet.

 

Weitere Verhütungsmethoden: Das Hormonimplantat